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Ingrid Birkeneder qualifiziert sich für Hawaii


Das waren durchwegs Klasseleistungen der drei Teilnehmer vom Tri-Team Triftern Ingrid und Georg Birkeneder sowie Karl-Heinz Werner beim Ironman Hamburg am vergangenen Sonntag. Georg Birkeneder überzeugte mit dem zehnten Platz in der Top Age Group M60-64 in einer Gesamtzeit von 11:56:23 Std. ebenso wie Karl-Heinz Werner, der in einer Zeit von 11:05:46 Std. Rang 51 in der Top Age Group M50-54 belegte.

Für das Highlight schlechthin sorgte aber Ingrid Birkeneder. Sie gewann die Top Age Group F60-64 in 12:21:44 Std. überlegen und qualifizierte sich mit dieser sensationellen Leistung für Hawaii. Dabei distanzierte sie die zweitplatzierte Israelin Yael Goldsmith um sage und schreibe rund eine Stunde und war sogar schneller als die Erste der jüngeren Age Group F55-59. Der Hawaii-Slot gilt für den Oktober 2022. Nächstes Jahr findet ausnahmsweise als Ersatz für die abgesagte Veranstaltung 2021 auch im Februar ein Ironman auf Hawaii statt. „Der Oktobertermin ist viel besser. So kann ich es über den Winter erst einmal ruhiger angehen lassen und mich dann im nächsten Jahr ohne Qualifikationsdruck voll auf die Vorbereitung konzentrieren“, so Ingrid Birkeneder. Ein Hawaii-Ticket zu ergattern ist äußerst schwierig, da sich nur die Sieger der Altersklassen qualifizieren. Unter den rund 1.300 Teilnehmern in Hamburg gelang dies naturgemäß nur den Allerbesten.

Welch tolles Erlebnis eine Teilnahme beim ultimativen Triathlon in Kailua Kona ist, wissen Georg und Ingrid Birkeneder nur zu gut. Georg finishte den legendären Wettkampf auf Big Island bereits viermal. Und auch Ingrid hat den Ironman Hawaii schon erfolgreich absolviert. Im Jahr 2012 war das triathlonverrückte Ehepaar aus Pocking sogar gleichzeitig am Start: eine einzigartige Leistung.

Wenngleich in Hamburg kein Südseefeeling aufkam, so war dieser Ironman im Herzen der Elbmetropole  für die drei Starter vom Tri-Team Triftern trotzdem ein ganz besonderer Wettkampf. Viel Muße für das schöne Ambiente mit der 3,8 km langen Schwimmstrecke durch die Binnen- und Außenalster mit Start am Jungfernstieg blieb allerdings nicht, denn die Wassertemperatur lag bei 17 Grad und es musste im wahrsten Sinne des Wortes ein Kaltstart hingelegt werden. Auch auf der 180 km langen Radstrecke, die aus der Stadt hinaus der Elbe entlang und wieder zurück führte und drei Runden umfasste, blieb das Wetter unbeständig und regnerisch. Die widrigen Bedingungen steckten die drei Rottaler aber locker weg und glänzten mit super Radzeiten. Die abschließende Laufstrecke über die Marathondistanz von 42,2 km verlief durch die Hamburger Innenstadt der Außenalster entlang. Der Parcours musste vier Mal bewältigt werden. Hier hieß es noch einmal die letzten Kraftreserven zu mobilisieren und alles aus sich herauszuholen. Umso glücklicher waren die drei Finisher beim Überqueren der Ziellinie am Rathausmarkt.

Großer Jubel bei der kleinen Rottaler Delegation herrschte dann, als feststand, dass der Traum von Hawaii für Ingrid Birkeneder wahr wird. Natürlich begleitet sie nächstes Jahr ihr Ehemann Georg, auch wenn dieser als Betreuer kaum Erfahrung hat. Bisher war er stets als Aktiver dabei. Ganz aufgegeben hat er die Hoffnung auf ein eigenes Startrecht aber noch nicht, auch wenn es schwer wird. „Nächstes Jahr gibt es noch einmal die Möglichkeit, sich beim Ironman in Frankfurt zu qualifizieren und ich bin dann schon in der nächsthöheren Altersklasse. Wenn ich mich leistungsmäßig auf einem ähnlichen Niveau wie heuer bewege, wäre ich da vermutlich vorne dabei. Momentan bin ich aber einfach nur sehr stolz auf Ingrid und freue mich so oder so wahnsinnig auf Hawaii. Auch wenn die Reise schon ein finanzieller Kraftakt ist, da man als Amateur keine zahlungskräftigen Sponsoren hat und alles selbst bezahlen muss.“ (gr)

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